#139: stetig und ständig

»Wo ein Arzt wohnt, jammern ständig Kranke.« Aus Spanien Heute geht es mir um zwei Wörter, die sehr oft in gleicher Bedeutung verwendet werden: »ständig« und »stetig«. Oft sind sie tatsächlich austauschbar. Aber obwohl Nachschlagewerke beide als Synonyme des jeweils...

#137: dasselbe und das Gleiche

»Wenn zwei das Gleiche tun, so ist das nicht dasselbe.« Terenz (195 bis 159 v. Chr.), römischer Dichter Wenn zwei Personen mit jeweils einem grünen Smart unterwegs sind, dann fahren sie das gleiche Auto. Teilen sie sich dagegen einen Pkw, fahren sie dasselbe Auto. Der...

#136: Monate

»Es ist gar kein übler Monat, dieser Februar, man muss ihn nur zu nehmen wissen.« Wilhelm Raabe (1831 bis 1910), deutscher Erzähler Den ersten Monat des neuen Jahres hätten wir schon mal geschafft. Zum Glück! Januare fühlen sich immer furchtbar lang an, finde ich....

#135: Anglizismen

»Nehmt eure Sprache ernst!« Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 bis 1900) Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich sehr dafür bin, Sprache bewusst zu verwenden. Vor allem das Englische beeinflusst unsere Sprache sehr und führt auch zu »neuen« Kreationen, von denen...

#134: Ungenauigkeiten

»Es gibt drei Arten, seine Zeit zu vertun: nichts zu tun, es ungenau zu tun oder es im falschen Augenblick zu tun.« Voltaire (1694 bis 1778), frz. Philosoph Manche Teile kann man innerhalb eines Satzes verschieben, ohne dass sich dadurch die Aussage wesentlich...

#133: angestaubte Relativpronomen

»Ich hör schon das Gras wachsen, in welches ich beißen werd.« Johann Nepomuk Nestroy (1801 bis 1862), österr. Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor Retro-Chic: Was wir eigentlich nur aus der Mode kennen, gibt es auch in der Sprache. Da werden auf einmal Sachen...

#132: mutmaßlich vs. vermeintlich

»Die Vermutung einer Frau ist viel genauer als die Gewissheit eines Mannes.« Rudyard Kipling (1865 bis 1936) Vor einiger Zeit schrieb mir eine Leserin, ihr falle immer häufiger die Verwechslung von »mutmaßlich« und »vermeintlich« auf. Spontan konnte ich diese...

#131: Zahlen

»Zahlen beweisen gar nichts.« Johann Friedrich Benzenberg (1777 bis 1846), dt. Physiker und Publizist Ich werde häufig gefragt, wie man Zahlen in verschiedenen Zusammenhängen als Wort schreibt. Deshalb gibt es heute eine kleine Sammlung der wichtigsten Regeln. Starten...

#130: Bezüge

»Euer Artikel in Bezug auf meinen Tod ist voller Übertreibungen.« Mark Twain (1835 bis 1910) Die Position der einzelnen Teile eines Satzes bestimmt man als Muttersprachler meist intuitiv. Und selbst wenn etwas mal nicht ganz am richtigen Platz sitzt, ist doch meist...

#129: Beispiele

»Zum Beispiel ist noch kein Beweis.« Jüdisches Sprichwort Beispiele bereichern einen Text, machen ihn anschaulich und sorgen so dafür, dass der Inhalt leichter zu erfassen ist. Bei der Einbindung von Beispielen lese ich aber häufig unnötig komplizierte Konstruktionen,...
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