Dies hier habe ich neulich in einer Tageszeitung gefunden. In dem Artikel ging es um Managergehälter. Bei der Wiedergabe einer Einschätzung der Kanzlerin hat der Autor oder die Autorin allerdings eine Ecke zu viel genommen:
Selbst wenn Frau Merkel tatsächlich etwas von »Vertrauen in den Glauben« in ein Mikrofon gesagt haben sollte – das hier ist nicht als wörtliches Zitat gekennzeichnet. Und einem Journalisten darf man wohl zutrauen, dass er sprachlich glättet, wo nötig.
Man vertraut auf etwas oder man glaubt an etwas – beides ist möglich. Ob man hier die eine Wendung nimmt oder die andere, ist Geschmackssache (für mich ist Vertrauen der geeignetere Begriff):
Gehaltsexzesse erschütterten das Vertrauen der Bürger, dass es in der Wirtschaft gerecht zugehe.
oder
Gehaltsexzesse erschütterten den Glauben der Bürger daran, dass es in der Wirtschaft gerecht zugehe.
Wenn wir als Bürger darauf vertrauen, dass wir auch weiterhin an etwas glauben werden, dann sind wir wohl nicht mehr zu retten.

Oh je ... da wundert man sich dann auch nicht mehr, dass Leute zunehmend unsicher sind, was korrekte Schreibweisen angeht.…
Als ich diesen Text gelesen habe, musste ich auch sofort an dieses Beispiel denken. Meine beiden Kinder besuchen eine Erich-Kästner-Schule…
Es bleibt einem ja auch kaum etwas anderes übrig ... ;-)
Das mit dem Schaudern geht mir auch so. Und „Eigenname“ ist ja auch keine Entschuldigung dafür, falsch zu schreiben ...…
Besten Dank dafür. Das brennt mir auch schon länger in den Augen. Kennt ihr auch die Erichs, die Kästner-Schule mit…