Man sollte es nicht für möglich halten, aber dieser Satz ist grammatisch vollkommen einwandfrei:
Offenbar gingen die Aufgaben, Besucher durch die Ausstellung zu führen und erschöpften Touristen, die nicht daran gedacht hatten, für das Bank-Holiday-Wochenende im Voraus zu reservieren, Übernachtungsmöglichkeiten zu besorgen, Hand in Hand.
(aus: S. Kearsley, »Rosehill«)
Ich habe eine Weile gebraucht, um dieses Urteil abgeben zu können, denn auf Anhieb ist der Satz ja kaum zu verstehen. Hätte ich den Text zum Lektorieren bekommen, wären daraus mindestens zwei Sätze geworden, denn mit Lesevergnügen hat das nichts mehr zu tun.
Einen Respektpunkt vergebe ich allerdings: Meistens gehen solche Schachtelkonstruktionen schief, weil der Schreiber selbst den Überblick verliert, welche Satzteile er noch vervollständigen muss. Hier aber passt es.
Sprachliche Kopplungen zeigen, wie kleine formale Entscheidungen die Lesbarkeit beeinflussen. Die konkreten Beispiele machen das Thema sehr anschaulich.
Ist mir ein Vergnügen :-)
Vielen lieben Dank dafür!
Sie liegen genauso wenig falsch wie ich. Es geht beides, mir gefällt die kürzere Variante besser. Viele Grüße!
Anstatt "Schwieriger wird es, wenn eins der Elemente ..." würde ich "...wenn eines der Elemente..." schreiben. "Eins" bezieht sich nach…