»Besser ein magerer Vergleich als ein fetter Prozess.«

Aus Italien

Vergleiche sind nützlich, um Dinge einzuordnen. Allerdings scheinen sie vielen Menschen bei der Kommasetzung Schwierigkeiten zu machen. Wann also setzt man in diesen Fällen ein Komma und wann nicht?

Die folgenden beiden Sätze sind korrekt:

Sie ist klüger als gedacht.
Sie ist klüger, als wir dachten.

Im ersten Satz ist der Vergleich nur ein loser Satzteil (gedacht). Bei solchen kurzen Formen steht kein Komma.

Im zweiten Beispiel haben wir dagegen einen untergeordneten Vergleichssatz mit Subjekt (wir) und Prädikat (dachten). Und der wird immer mit Komma abgetrennt.

Auch Infinitivgruppen mit »zu« gelten in diesem Zusammenhang als Vergleichssätze:

Uns bleibt nichts anderes übrig, als zu warten.
aber: Uns bleibt nichts anderes übrig als warten.

Einige weitere Beispiele machen es noch klarer:

Sie sind nicht so gut vorbereitet, wie wir es sind. / Sie sind nicht so gut vorbereitet wie wir.
Es ist schlimmer als vorher. / Es ist schlimmer, als es vorher war.
Die Prüfung lief besser, als zu vermuten war. / Die Prüfung lief besser als vermutet.
Es ist so heiß wie nie zuvor. / Es ist so heiß, wie es nie zuvor war.

© Juliane Topka 2026
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