Wenn einer eine Reise tun will, kann er sich heute ja im Voraus ausgiebig über die Zustände vor Ort informieren. Die Technik macht’s möglich, dass jeder Mensch, ob nun der deutschen Sprache mächtig oder nicht, ins World Wide Web reinschreiben kann, was ihm auf der Seele brennt.
Das hat zweifellos Vorteile. Nachteile aber auch, wie folgendes Fundstück zeigt:
Immerhin ist »hygienefrei« richtig geschrieben. Aber wie gut auch, dass es den Text unter der Bewertung gibt, denn er macht deutlich, was wirklich gemeint ist – nämlich das Gegenteil von dem, was die verschwurbelte Headline tatsächlich aussagt. 😀
Das erinnert mich an einen Fernsehbeitrag zur Eröffnung der Hamburger Weihnachtsmärkte im letzten Jahr. Der Reporter befragte auch einige Glühweinverkäufer, unter anderem zu den hygienischen Bedingungen in so einem handelsüblichen Glühweinstand. Einer dieser Verkäufer sprach daraufhin nicht ohne Stolz ins Mikro: »Die Besucher können sich darauf verlassen: Unsere Becher sind absolut hygienefrei!«
Na, dann: Prost Glühwein!

Oh je ... da wundert man sich dann auch nicht mehr, dass Leute zunehmend unsicher sind, was korrekte Schreibweisen angeht.…
Als ich diesen Text gelesen habe, musste ich auch sofort an dieses Beispiel denken. Meine beiden Kinder besuchen eine Erich-Kästner-Schule…
Es bleibt einem ja auch kaum etwas anderes übrig ... ;-)
Das mit dem Schaudern geht mir auch so. Und „Eigenname“ ist ja auch keine Entschuldigung dafür, falsch zu schreiben ...…
Besten Dank dafür. Das brennt mir auch schon länger in den Augen. Kennt ihr auch die Erichs, die Kästner-Schule mit…