»Ohne Grundsätze ist der Mensch wie ein Schiff ohne Steuer und Kompass, das von jedem Winde hin und her getrieben wird.«

Samuel Smiles (1812 bis 1904), engl. Arzt, Biograf und Sozialreformer

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie man »hin und her« in Verbindung mit Verben richtig schreibt: getrennt, zusammen, mit Bindestrichen oder ohne? Eine Leserin fragte mich danach, und die Antwort können vielleicht noch mehr von Ihnen gebrauchen.

Beginnen wir mit einem Beispiel. Welche der folgenden Schreibungen ist richtig?

  1. Er ist ständig hin und her gegangen.
  2. Er ist ständig hin- und hergegangen.

Sie ahnen es bestimmt schon: Es kommt drauf an!

Wenn die Person umherwandert und ohne bestimmtes Ziel mal in eine Richtung geht und dann in eine völlig andere, ist die erste Variante richtig: Getrenntschreibung ohne Bindestriche. Ist die Bewegung dagegen eine direkte Verbindung von A nach B und wieder zurück zu A, dann setzt man Bindestriche und schreibt den zweiten Teil zusammen.

Ich finde, das kann man sich gut merken: Die unverbindliche Variante (ziellos) wird unverbunden geschrieben, also ohne Bindestriche und getrennt. Die Variante, in der es eine klare Linie gibt, hat auch eine Linie (den Binde- bzw. Ergänzungsstrich) und eine stärkere Verbindung zwischen den Wörtern: die Zusammenschreibung.

© Juliane Topka 2026
Fehler: Inhalt ist kopiergeschützt.