»Warum ist ›Abkürzung‹ so ein langes Wort?«
Unbekannt
Bei Abkürzungen stehen die einzelnen Buchstaben meist für ein eigenes Wort: ZDF für »Zweites Deutsches Fernsehen« oder »GmbH« für »Gesellschaft mit beschränkter Haftung«, aber auch »z. B.« für »zum Beispiel« oder »d. h.« für »das heißt«.
Was die Rechtschreibung angeht, unterscheidet man danach, ob man die jeweilige Abkürzung als Buchstaben liest oder als Wörter. Bei ZDF und GmbH spricht man die Buchstaben nacheinander aus, genau so, wie sie da stehen. Im Gegensatz dazu wandelt man »d. h.«, »z. B.« oder auch »u. a.« beim Lesen direkt um in die Wörter: »das heißt«, »zum Beispiel«, »unter anderem«.
Diese Formen, bei denen man ganze Wörter spricht, obwohl da nur Einzelbuchstaben stehen, haben hinter jedem Buchstaben einen Punkt und – ganz wichtig! – hinter jedem Punkt einen Leerschritt. Man behandelt also jeden Bestandteil genauso wie ein ganzes Wort, das man ja auch mit einem Leerschritt vom jeweils vorangehenden und folgenden Wort abgrenzen würde. Formen ohne Leerschritt (»d.h.« oder »u.a.«) sind orthografisch falsch.
Um sicherzustellen, dass Abkürzungen in Fließtexten nicht durch Zeilenumbrüche auseinandergerissen werden, empfiehlt sich in Word der geschützte Leerschritt: Am PC erzeugen Sie ihn mit der Tastenkombination [Strg] + [Shift] + [Leertaste], am Mac drücken Sie [Alt] + [Leertaste].
Gibt es feste typografische Regeln für die Breite des Leerzeichens? Ich empfinde eine ganzes Leerzeichen als unschön, vor allem bei dreiteiligen Abkürzungen wie i. V. m. oder ähnlich.
Hallo Stefan, ich bin kein Typografie-Profi, aber vielleicht lesen hier welche mit, die sich dazu äußern können. Aus meiner Sicht ist die Hauptsache, dass überhaupt ein – erkennbarer – Abstand da ist.