»Wenn du meinst, zu klein zu sein, um etwas zu bewegen, dann warst du noch nie mit einer Mücke im Bett.«
Aus Indien
Bewegung ist doch ein schönes Thema für den Jahresanfang. Und beim Verb »bewegen« ist auch gleich sprachliche Flexibilität gefragt: Es kann nämlich auf zwei Arten gebeugt (fachsprachlich: flektiert) werden. Es gibt eine schwache Flexion (bewegte, bewegt) und eine starke (bewog, bewogen).
So weit, so bekannt. Aber wann nutzt man welche? Das kommt darauf an, in welcher Bedeutung man »bewegen« benutzt.
Die schwache Form ist dann richtig, wenn das Verb eine räumliche Veränderung beschreibt:
Die Kaltfront bewegt sich langsam nach Nordosten.
Ich habe mich nicht vom Fleck bewegt.
Auch wenn uns etwas zu Herzen geht oder unser Gemüt anrührt, ist diese Beugung korrekt:
Der Film hat mich sehr bewegt.
Wenn »bewegen« aber ausdrückt, dass jemand auf Basis eines Umstands oder eines Arguments etwas entschieden hat, dann ist die starke Beugung gefragt:
Die aktuellen Ereignisse haben mich bewogen, meine Meinung zu ändern.
Oh je ... da wundert man sich dann auch nicht mehr, dass Leute zunehmend unsicher sind, was korrekte Schreibweisen angeht.…
Als ich diesen Text gelesen habe, musste ich auch sofort an dieses Beispiel denken. Meine beiden Kinder besuchen eine Erich-Kästner-Schule…
Es bleibt einem ja auch kaum etwas anderes übrig ... ;-)
Das mit dem Schaudern geht mir auch so. Und „Eigenname“ ist ja auch keine Entschuldigung dafür, falsch zu schreiben ...…
Besten Dank dafür. Das brennt mir auch schon länger in den Augen. Kennt ihr auch die Erichs, die Kästner-Schule mit…