»Es gibt Größe, die auf menschlicher Konvention beruht, und natürliche Größe.«

Blaise Pascal (1623 bis 1662)

Dass etwas im Vergleich besonders heraussticht, lässt sich auf zwei Arten korrekt ausdrücken:

Firma X ist eines der größten Unternehmen der Branche.
Firma X gehört zu den größten Unternehmen der Branche.

Immer öfter höre und lese ich aber eine Mischung aus diesen beiden Varianten, die bei genauerer Betrachtung keinen – oder zumindest einen anderen – Sinn ergibt:

Firma X gehört zu einem der größten Unternehmen der Branche.

Wenn so ein Satz in einem längeren Text vorkommt, kann man den Fehler leicht übersehen, weil meist aus dem Zusammenhang klar wird, was gemeint ist. Die sprachliche Aussage ist hier allerdings eine andere: Firma X ist die Tochter eines anderen Unternehmens, nennen wir es Y. Und Y (nicht X!) gehört zu den größten Unternehmen der Branche.

Immer wieder bürgern sich im Deutschen Wendungen ein, die nicht nur sprachlich und sachlich falsch sind, sondern auch noch umständlicher als die eigentlich korrekte Form. Ein Paradebeispiel ist die »Mund-zu-Mund-Propaganda«: Sie heißt eigentlich Mundpropaganda, was zweifellos kürzer und klarer ist. Weil der Gedanke an Mund-zu-Mund-Beatmung aber offenbar für viele so nah liegt, vermischten sich beide Begriffe – so oft und so lange, dass der Begriff inzwischen sogar im Duden steht. Ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

© Juliane Topka 2025
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