»Ich brauche Informationen. Eine Meinung bilde ich mir selbst.«
Charles Dickens (1812 bis 1870)
Informationen sind eine wichtige Währung. Fast so, als wollte die deutsche Sprache dieser Bedeutung Rechnung tragen, hält sie verschiedene Adjektive bereit, die sich auf Informationen beziehen: informativ, informatorisch und informationell. Was ist dabei was?
Das gängigste der drei Adjektive ist »informativ«. Es bedeutet laut Duden »Einblicke bietend, Aufschlüsse gebend«. Nachdem ich also eine informative Broschüre gelesen habe, weiß ich mehr als vorher, die Inhalte haben mein persönliches Wissen über das betreffende Thema erweitert.
Die Definition für »informatorisch« klingt zunächst einmal sehr ähnlich: »dem Zwecke der Information dienend, einen allgemeinen Überblick verschaffend«. Dieses Adjektiv bezieht sich aber eher auf die Absicht des Absenders als auf die Wirkung beim Empfänger. So kann man beispielsweise einen Fernsehbeitrag über aktuelle Ereignisse in Syrien mit einer Zusammenfassung dessen einleiten, was in den letzten Wochen geschehen ist. Diese Zusammenfassung wäre dann informatorisch (sie kann aber natürlich gleichzeitig informativ sein).
Das Adjektiv »informationell« bedeutet »in Bezug auf Informationen«. Das kennen wir vor allem von dem Begriff »informationelle Selbstbestimmung«, also dem Recht des Einzelnen, »selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu entscheiden« (Quelle).
Oh je ... da wundert man sich dann auch nicht mehr, dass Leute zunehmend unsicher sind, was korrekte Schreibweisen angeht.…
Als ich diesen Text gelesen habe, musste ich auch sofort an dieses Beispiel denken. Meine beiden Kinder besuchen eine Erich-Kästner-Schule…
Es bleibt einem ja auch kaum etwas anderes übrig ... ;-)
Das mit dem Schaudern geht mir auch so. Und „Eigenname“ ist ja auch keine Entschuldigung dafür, falsch zu schreiben ...…
Besten Dank dafür. Das brennt mir auch schon länger in den Augen. Kennt ihr auch die Erichs, die Kästner-Schule mit…